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Die Firma Grünthaler blickt auf eine lange Familientradition zurück. Seit über 130 Jahren stehen wir für Qualität, Gewissenhaftigkeit und Ehrlichkeit bei der Ausübung unseres Handwerks im ganz im Sinne des Kunden. Aufgrund unserer langjährigen Tradition in Wiesbaden kam die Autorin Frau Margrit Spiegel zu uns und schrieb ein Kapitel, nach einigen Recherchen, in Ihrem Buch "Wiesbadener Firmenbriefköpfe aus der Kaiserzeit 1871-1914" über die Firma Grünthaler. 

 

Hierzu ein Auszug: 

Heinrich Grünthaler wurde am 16. Februar 1851 in Schierstein geboren. Er begründete Mitte der 1870er Jahre in der späteren Gartenstrasse 1 in Biebrich einen eigenen Spengler- und Installationsbetrieb. In seinen Geschäftsräumengab es Musteraustellungen von zeitgemäßen Badeeinrichtung, Klosett- und Waschanlagen. 
Um 1907 wurde er auch Eigentümer des Hauses und eröffnete nun zusätzlich einen Verkauf von Küchen-
und Haushaltsartikeln. Daraufhin erwiesen sich die Räume in der Gartenst rasse bald als zu klein. Der Firmeninhaber erwarb deshalb etwa drei Jahre später das Haus in der Rathausstrasse 78, inmitten der Einkaufsmeile von Biebrich.Hier war jetzt eine bedarfsgerechte Unterbringung sowohl für die Werkstätten als auch für den Verkauf möglich.
Die oberen Stockwerke bewohnten seine Söhne Ludwig und Karl. Sie hatten beide ebenfalls das Spenglerhandwerk erlernt und arbeiteten inzwischen im Geschäft mit. Das Haus in der Gartenstrasse blieb Wohnhaus der Familie Heinrich Grünthaler. Im Mai wurde schließlich noch eine Filiale in der Sedanstrasse in Wiesbaden eröffnet.  

            

 

Nach dem ersten Weltkrieg zog sich Heinrich Grünthaler aus dem Geschäftsleben zurück und übertrug seinem ältesten Sohn Ludwig, der inzwischen die Meisterprüfung abgelegt hatte, das Unternehmen. Die Brüder Ludwig und Karl Grünthaler gingen am 1. Oktober 1919 mit dem Ingenieur Friedrich Meister und dem Schwiegervater von Ludwig, dem Kaufmann Georg Stritter, eine offene Handelsgesellschaft ein. Sie firmierten als "Grünthaler, Meister & Co.“ Die Gesellschaft wurde jedoch schon Anfang September 1922 wieder aufgelöst. Inzwischen waren Ludwig und Heinrich Grünthaler gestorben. Ludwig starb am 19. November 1920 im Alter von erst 39 Jahren und nur neun Tage später folgte ihm der Vater in den Tod. Karl Grünthaler, faktisch seit 1922 alleiniger Geschäftsinhaber, fehlte der Meisterbrief. Daher erfolgte die formelle Umschreibung der Firma auf seinen Namen erst mit der Anmeldung zur Meisterprüfung 1927, die er zwei Jahre darauf, inzwischen 40-jährig, bestand. 

 

 
 

 



Am 1. Januar1948 übernahm sein einziger Sohn Karl-Heinz das Geschäft und leistete den 
schwierigen Neubeginn. Mitte der 1950er Jahre hatte die Firma zwei Verkaufsläden 
und drei Werkstätten. Karl-Heinz Grünthaler starb 1983 im Alter von 60 Jahren. Seine 
Ehe war kinderlos geblieben. Seither ist sein Patensohn Andre Knorr 
Geschäftsinhaber und setzt die Tradition des Familienunternehmens bis heute fort.

 

 

 

("Wiesbadener Firmenbriefköpfe aus der Kaiserzeit 1871-1914" von Margrit Spiegel ISBN 3980870200) 

 

 
 
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